Reschen-Stelvio-Bernina-Splügen

1./2. Juli 2011

Freitag 1. Juli 2011

Gleich nach der Arbeit fahre ich ins Appenzellerland und dann über den Stoss. Kurz vorher ist eine Gewitterfront durch gezogen, nun trocknet die Strasse rasch wieder ab und die Fahr geht zügig über die kurvige Strasse.

Auf der anderen Seite des Rheintals brauen sich aber wieder dunkle Wolken zusammen. Kurz nach Rankweil wird es dunkel. Noch bleibt es trocken. Im Laternsertal wird es immer düsterer und bei Innerlaterns fallen die ersten schweren Tropfen. Ich entschliesse mich, den Regenschutz an zu ziehen; keine Minute zu früh, wie ich die Jacke schliesse, fängt es an zu hageln. Ich steige wieder auf und fahre weiter Richtung Furkajoch. Oben halte ich nicht einmal an. Es hagelt wieder und auf der Abfahrt liegt zu Teil Hagel auf der Strasse. Wo der Hagel zu dicht liegt, wird die Strasse glatt.

Im Tunnel auf das Faschinajoch habe ich eine kurze Pause von Regen und Hagel. Auf der Abfahrt scheint für einen Moment die Sonne, dann macht es wieder zu. Das Benzin geht zur Neige. In Ludesch tanke ich und wechsle die nassen Handschuhe gegen trockene. Trotz dem Regen bin ich trocken geblieben nur die Sicht wird durch das nasse Helmvisier behindert.

Trotz dem feuchten Wetter entschliesse ich mich, über die Silvretta-Hochalpenstrasse zu fahren. Die Strasse ist bald wieder trocken und die vielen Bögen machen Freude. Auch hier halte ich gar nicht an, da wieder Regen droht.

Es dauert nicht lagen und der Himmel öffnet wieder seine Schleusen. Der Weg durch den Regen nach Landeck zieht sich. Für einmal finde ich den kürzesten Weg durch das Städtchen und bin bald auf dem Weg durch das Inntal. Auf der Schnellstrasse komme ich rasch bis nach Pfunds. Bei der Kajetansbrücke biege ich in die Reschenpass-Strasse ab.

Nun sind es nur noch ein paar Kilometer bis Reschen. Nach fast fünf Stunden fahrt treffe ich dort ein.

Samstag 2. Juli 2011

Heute ist es strahlend schöne. Schon von acht Uhr bin ich wieder unterwegs. einen ersten kurzen halt mache ich beim Kirchturm im Reschensee. Dann geht es hinunter auf die Ebene bei Mals. Wie üblich verfahre ich mich auf der Suche nach dem kürzesten Weg zum Stilfserjoch. Auf dem Umweg sehe ich ein, zwei hübsche enge Dörfer. Dann erreiche ich Schluders und zweige auch die Pass-Strasse ab. Die Gletscher am Ortler leuchten strahlend weiss. Kehre um Kehre steige ich auf. In Trafoi halte ich kurz an, mache ein paar Fotos und fahre weiter. Es hat kaum Verkehr und ich komme gut vorwärts. Die ersten Velofahrer sind unterwegs und keuchen den Berg hoch.

Oben sind erst einige wenige Motorradfahrer und machen Pause. Bald fahre ich wieder ab. Kurz unter der Passhöhe nehme ich die Abzweigung zum Umrailpass unter die Räder. Ich mache nur ein paar Fotos und wende. Ich will nach Bormio hinunter. Die Strasse windet sich in engen Kehren. Nun hat es sehr viele Töffs unterwegs. Die Italiener kommen in grossen Gruppen von Bormio hinauf. Unter in Bormio stauen sich die Motorräder zu Dutzenden vor den Tankstellen. „Tage des Donners“ im Veltlin.

Kurz nach Bormio geht die Strasse auf den Pass Foscagno und Passo Eira ins Livinental. Hier gibt es günstigen Most. Also tanke ich obwohl erst der halbe Tank leer ist. Nun folge ich der Strasse über die Fuorcola die Livigno und dann auf die Bernina. Auf der Nordseite ist die Polizei an einer Geschwindigkeitskontrolle. Die Warnungen funktionieren schon viele Kilometer vorher und so haben die Kollegen kaum Kunden. über St. Moritz und Silvaplana fahre ich nach Maloja. Der Pass windet sich in einigen engen Kehren rasch viele Meter ins Bergell hinunter. Durch die schmucken Dörfer fahre ich an die Grenze und dann nach Chiavenna. Langsam ist es Zeit etwas zu essen. Erst auf halbem Weg zum Splügenpass finde ich eine Pizzeria am Strassenrand.

Nach der Mittagspause fängt die Steigung erst richtig an. Es reiht sich Kuve an Kurve und Kehre an Kehre. Die Strasse ist schmal und holprig. Autos können manchmal kaum kreuzen. die Tunnels sind unbeleuchtet und oft hat es gross Schlaglöcher drin. Dennoch komme ich zügig voran. In Monespluga ist jeder Platz in den Bars und Bistros besetzt. Es hat viele Töfffahrer, Autofahrer, Berggänger und Reiter im Dorf. An der Grenze hat es einen kleinen Stau und das am Samstag…

Hinunter auf der Schweizer Seite sind schöne, aber enge Kurven. Hier sind die Autos fast nur im Weg und ich lasse sie rasch hinter mir. In Splügen fahre ich durch das Dorf und noch ein Stück über die Landstrasse, bis ich wieder auf die Autostrasse gewiesen werde. Rasch bin ich in Thusis und verlasse die Schnellstrasse in Richtung Davos. Weils so schön ist, will ich noch über die Lenzerheide.

Bald erreiche ich Tiefencastel und biege auf die Strasse über die „Heide“ ab. Im Dorf ist ein Anlass und ich werde um sieben Ecken nach Chur gelotst. Es geht ein Stück auf die Autobahn. In Maienfeld entschliesse ich mich, noch über die Luzisteig zu fahren. Das Städtchen ist eine Baustelle. Ich werde durch schmale Gassen und Plätze durch den Ort geführt und finde schliesslich den „Ausgang“ auf die Strasse über den Pass. Unten in Balzers fahre ich wieder afu die Autobahn bis nach Haag. Ich will über das Toggenburg heim. Bald erreiche ich Grabs und beginne den Aufstieg nach Wildhaus.

Ohne Rast fahre ich bis Nesslau. Dort zweige ich auf die Nebenstrasse nach Hemberg ab. Die Strecke liebe ich. Es sind schmale kurvenreiche Strasse, die ich geniesse. Der Abstieg von Hemberg führt mich nach Bächli und St. Peterzell und dann geht’s über die Wasserflug nach Lichtensteig.

Nun habe ich die Berge hinter mir und fahre auf kürzestem Weg heim nach Müllheim.


 

 

 

 


Hotel Walnhöfer auf dem Reschenpass

See auf dem Reschenpass

Kirche von Alt Graun

Ortler

Stilfserjoch

Stilfserjoch Abstieg nach Bormio

Stelvio

Livigno

Passo Eira

Fuorcola di Livigno

Bernina

Bernina

Montespluga

Montespluga