Ich fahre erst gegen 9.30 Uhr ab. Zuerst esse ich mit Susann Zmorge. Es ist auch dann noch kalt und in Müllheim liegt Nebel. Ich fahre Richtung Toggenburg und dann über den Ricken. Noch im Thurgau sehe ich das erste Mal die Sonne. Auf dem Ricken und später auf dem Sattel liegt noch Schnee. Zum Glück nur neben der Strasse.
![]() |
![]() |
![]() |
| auf dem Sattel liegt noch Schnee und auch die Berge am Vierwaldstättersee sind noch verschneit | ||
Trotzdem dauert es fast zwei Stunden, bis ich vor dem Gotthard – Tunnel bin. Nun geht es 17 km durch das Loch. Es hat nicht viel Verkehr. Ich Tunnel ist es warm, es stinkt und es hat viel Staub in der Luft. Ich bin froh, als ich in Airolo wieder ans Licht komme.
Ruck Zuck geht es nach Bellinzona und dann verlasse ich die Autobahn. Ich fahre nach Locarno und Ascona und dann dem Lago Maggiore entlang, bis ich bei Verbania wieder die Autobahn erreiche. Ich fahre bis in die Gegend von Alessandria. Dann geht es in die Berge des Piemont. Es ist schon 16 Uhr und ich fange an, mir Gedanken zum machen, weil ich müde werde und mein Ziel, das Mittelmehr nicht mehr erreichen werde.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| im Piemont liegt auf noch Schnee | |||
.
| Das Navi will mich über den Tenda-Pass lotsen. Ich will nicht. Wir streiten etwas herum und gleichzeitig fange ich an, ein Hotel zu suchen. Schliesslich gebe ich auf und folge dem Navi: wir sind also auf dem Weg zum Tenda-Pass. Zum guten Schluss finde ich dann dennoch ein Hotel. Ich habe endgültig genug und esse nur noch schnell eine Pizza und mache dann Feierabend |
|
Ich habe heute fast 800 km zurück gelegt. Die Maschine fährt sich leicht und angenehm. Der Tank ist etwas klein. Etwa alle 230 km muss ich tanken. Wir haben noch nicht viele Kurven gefahren. Da ich die Kraft vom Bike spüre, bin ich immer noch sehr vorsichtig beim Gas geben. Durch die Dörfer fahre ich in der Regel im zweiten oder dritten Gang, über Land ist es dann auch der Fünfte oder Sechste. Die vielen Kreisel fahre ich meist im ersten oder zweiten Gang und muss auch so noch mit der Kupplung dosieren.
Am Morgen sehe ich, dass im Dorf recht viel Schnee liegt. Auf den Dächern und in den Gärten hat es fast einen Meter Schnee, obwohl es nur auf etwa 800 m.ü.M. liegt. Nach dem Frühstück, das sehr reichhaltig und gut war, packe ich das Motorrad und fahre nach Limone und von dort durch den Tunnel des Tenda-Passes nach Frankreich. Es hat einige schöne kehren und vor allem der Abstieg macht Freude. Bald verlasse ich das Tal wieder und fahre in die Berge. Zuerst der Col de Brouis, dann der Col de St. Jean und schliesslich der Col de Braus. Es sind kaum Autos und gar keine Motorräder unterwegs. Es ist frühlingshaft und die Strasse dreht, dass es eine Freude ist. Gegen Mittag erreiche ich Nizza.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| auf den Pässen der Seealpen- sie sind zwar nicht hoch aber dennoch mit vielen KUrven gespickt | |||
Hier ist sehr viel Verkehr und es kostet viel Zeit, die Stadt zur durchqueren. Ich entschliesse mich darum, auf die Autobahn zu fahren. so fahre ich bis in die Gegend von Marseille und verlasse dann die Autobahn in Richtung Arles. So sehe ich von der Cote d'Azur nicht viel. Bis nach Nimes werde ich zum Kilometerfresser. Erst hier fahre ich wieder auf der Landstrasse und mache hin und wieder eine kurze Pause. Die Strecke zieht sich und wider erwarten fahre ich nicht dem Meer entlang. Nur in der Gegend von Sète sehe ich es. Kurz nach dem Ort sind die grossen Muschelbänke in den Etangs.
![]() |
![]() |
|
![]() |
|
vor den Toren von Sète trifft man Flamingos (Links). Sète ist ein wichtiger Fischerheihafen und in den Etangs wachsen Muscheln. In der Umgebung sind zahlreiche Weingüter. |
|||
Ich bin Müde und suche nun eine Unterkunft. In der Gegend von Narbonne finde ich ein Motel und mache für heute Schluss.
19. März 2010 Narbonne - Barcelona ( Freitag)
Ich fahre ohne Frühstück weg. Einvon der langen Tour. Einmal mehr habe ich sehr schlecht geschlafen. Meine Arme surren und schmerzen Nun geht es wieder los und ich bin entschlossen, nicht die Autobahn zu benützen und so weit als möglich der Küste zu folgen. Das Navi habe ich entsprechend gefüttert. Als erstes fahre ich nach Lerucate. Auf der Karte sieht das reizvoll aus. Die Strasse führt zwischen Meer und Etang von Dorf zu Dorf. Leider sind alles Retorten-Ferienorte und zu dieser Zeit fst Menschenleer. In den Häfen sind zahlreiche Schiffe und Ferienhaus reiht sich an Ferienhaus.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Leucte bei Narbonne, Sommerferienort mit High Life | |||
In Colliou erreiche ich mein Dörfchen am Meer, das ich gesucht habe. Idyllisch mit Hafen, Quai, Sandstrand, Restaurant und historischem Aufbau: wie im Bilderbuch. Ich mache Pause, trinke einen Kaffe und geniesse die Aussicht. Die nächsten paar Dörfer sind ähnlich und die Strassen dazwischen sind kurvenreich und spannend zum fahren; so habe ich mir die ganze Strecke vorgestellt.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Coilliou am Rand der Pyreneen | |||
Leider hört das ganze nach etwa 50 km schon wieder auf und es beginnt eine fast endlose Ebene. Ich versuche weiterhin die Küste zu finden und den Dörfern entlang zu fahren. Ich komme zur Costa Brava. Hier werden alle Vorurteile befriedigt: Verkehrsstau, Einfahnstrassen, Hotel-Bunker, Souvenier-Shops und Touristenbeizen. Ich verlasse die Küste uind kurve im Hinterland herum. Ich habe die Orientierung verloren und verlasse mich aufs Navi. Viele Strecken sind sehr gut ausgebaut, haben aber kaum Kurven, dann kommen wieder kurze Stücke die Freude machen. Je näher ich Barcelona komme, desto mehr Verkehr hat es.
Die Strassen führen 6-spurig ins Zentrum. Ganz rechts fahren Taxis und Busse dann kommt der restliche Verkehr. Die Roller und Biker wuseln wie irre links und rechts an den Autos vorbei. Ich halte meine Spur und suche den Hafen. Nach einigem Suchen finde ich die Wegweiser. Ich bringe es fertig und fahre über die Flaniermeile der Stadt, der Rambla zur Statue von Christoph Columbus am Hafen. Nach einer extra Runde stehe ich vor dem Fährgebäude und kann mein Ticket bestätigen. Anschliessend tanke ich ein letztes Mal, gehe zum Essen und stelle mein Bike auf die Verlade-Parkplätze. Die Fähre fährt erst um 23 Uhr. So gehe ich zu Fuss noch in die Stadt und flaniere nun über die Rambla.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Barcelona | |||
20. März Barceona - Mahon (Samstag)
Die Fähre kommt es spät an und fährt schliesslich mit mehr als einer Stunde Verspätung ab. Da wir nur die alte Fähre bekommen, dauert die Reise bis am Samstag Morgen um 11 Uhr. Erst dann erreichen wir die Anlegestelle in Mahon.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Ankunft mit der Fähre auf Menorca | |||
21. und 22. März Menorca (Sonntag und Montag)
Wir machen am Sonntag eine kleine Rundfahrt auf der Insel und am Montag kurve ich mit dem Töff etwas herum.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Rundfahrt auf Menorca | |||
23. März Mahon - La Junquera (Dienstag)
Am Dienstag fäht die Fähre um 11 Uhr ab. Die Fahrt geht zwar etwas schneller als auf dem Hinweg es wird aber trotzdem fast 21 Uhr bis ich auf der Autobahn von Barcelona bis nach La Juquera an der französischen Grenze fahre.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| auf der Fähre von Mahon nach Barcelona | |||
24. März La Junquera - Müllheim (Mittwoch)
Ich will heute nach Hause. Es liegen fast 1000 km vor mir. Einzig in der Savoie, in der Nähe von Genf, fahre ich über Land. Es ist eine wunderschöne Gegend mit vielen Pässen und Übergängen. Ich werde sicher wieder einmal mit mehr zeit hierher kommen. Der Weg ist lang und schliesslich mache ich fast alle 50 km eine Pause, weil das sitzen weh tut.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Haute Savoie südlich von Genf | |||