Jura

22. - 24. April 2011 (Ostern)

Wir starten erst spät in Winterthur und folgender Autobahn bis vor den Gubrist: Stau! Also runter von der Bahn. Wir umfahren den Stau und fahren durch das Furttal bis kurz vor Baden. Dort geht es wieder auf die Autobahn. Den Staub haben wir hinter uns gelassen. Nun folgen wir der Nationalstrasse bis nach Rotrist. Im letzten Moment sehe ich, dass es wieder staut. Wir verlassen die Autobahn wieder und folgen der Hauptstrasse bis nach Murgental. Hier geht es auf Nebenwegen nach Oensingen und dann nach Balsthal. Dazwischen, in einem namenlosen Ort, machen wir die erste Pause.

Ich suche den Weg über den Schelten Pass. Er führt von Mümliswil nach Schelten. Es ist nur eine schmale Strasse. ein Autofahrer blockiert mit seinem Schneckentempo den Weg. Irgendwo wird die Strasse breit genug und um Nu sind wir an ihm vorbei. Der Rest vom Weg ist purer Genuss: schmale Strassen, enge Kurven, Wald wechselt mit wiesen ab und der Bach begleitet uns meist. Hinter Schelten beginnt das Welschland

Wir suchen uns den Weg nach Currendlin. Auch der führt durch Wälder und Wiesen und ist nur wenig befahren. Bald kmmen wir aber wieder auf die Hauptstrasse, die uns schliesslich nach Delsberg führt. Wir machen wieder eine Pause und beschliessen, über den Col des Rangiers nach St. Ursanne zu fahren. Das Städtchen wimmelt von Touristen. Nur für die Biker gibt es noch Parkplätze im Zentrum.

In einer Beiz gibt es endlich etwas zu essen. Wir müssen es uns allerdings mit Warten verdienen. Das Service-Personal ist der Aufgabe nicht wirklich gewachsen. Nach einem kurzen Foto-Spaziergang durch das Dorf fahren wir weiter. wir folgen dem Doubs nach Frankreich, beschliessen aber bald, das Tal zu verlassen. Rasch gewinnen wir an Höhe. Wir haben wieder eine schmale Srrasse erwischt, die ein Kreuzen von Autos kaum zulassen würde. Verkehr gibt es hier allerdings nicht.

Auf der Höhe weist uns das Navi den Weg von Dorf zu Dorf. Wir wollen wieder in die Schweiz. Bei Gumois erreichen wir die Grenze. Da das erste Schweizer Hotel schon ausgebucht ist, beschliessen wir, auf der französischen Seite zu bleiben. Gleich bei Gumois folgt ein Feldweg dem Doubs bis zum Hotel "Moulin en Plain". Hier hat es Platz. Das Nachtessen macht Freude, die Zimmer sind gut und angenehm grosse. Das Hotel ist zu empfehlen!

Wir wälzen Pläne für den nächsten Tag. Schliesslich beschliessen wir, an den Saut du Doubs zu fahren.

Das Navi weist uns den Weg. Allerdings zweifeln wir daran, ob wir wirklich richtig fahren. Es geht zurück auf die Höhe von Gestern und dann vor allem über Hauptstrassen nach Maìche. Dann zweigt die Strasse nach Süden ab. Ueber Holperpisten geht es hinunter nach Villers le Lac. Hier beginnt die Kreuzfahrt über den Doubs. Zuerst mäandert der Fluss durch die Ebene. Es hat sehr wenig Wasser und wir wundern uns, dass genug davon unter dem Kiel ist. Dann wird der Fluss breiter und erreichen den Lac de Brennets. LInks ist Frankreich, rechts die Schweiz. Bald wird die Landschaft enger und das Bateau Mouche folgt steilen Klippen und Windungen des Flusses.

Zuhinderst wird der See noch einmal breiter und hier stehen ein paar Häuser, Restaurants meist. Der Weg an den Wasserfall müssen wir zu Fuss machen. Gleich inter dem See verschwindet der Fluss. Das Flussbett ist trocken und wir wundern uns, woher das Wasser für den Saut du Doubs kommen soll. Der Weg führt durch den schattigen Wald an verschieden Kiosken und "Buvettes" vorbei. Wir schleppen schwer an unseren Jacken und am mitgebrachten Mittagessen. Wir beschiessen zuerst den oberen Aussichtspunkt zu besuchen. Hier steht eine Plattform hoch über dem Bachbett und auch hoch über dem Wasserfall. Wegen dem bescheidenen Wasserstand ist der Wasserfall nicht wirklich eindrücklich. Ein paar Fotos, Mittags-verpflegung und dann der Abstieg zum unteren Aussichtspunkt.

Auch von näher betrachtet wird der Wasserfall nicht eindrücklicher. Mit dem bisschen Wasser wäre auch der Rheinfall nicht wirklich sehenswert.

Langsam zieht sich der Himmel zu. Die Kreuzfahrt und die Besichtigung des Wasserfalls haben insgesamt fast 5 Stunden gebraucht. Wir haben unser Motorrad um 10.45 vor dem Büro des Veranstalters geparkt und fahren und um fast 16 Uhr weiter. Zuerst ist Tanken angesagt. Also, über die Grenze und dann ins nächste Ort, le Brennets. Gleich an der ersten Tankstelle füllen wir wieder Most nach und suchen uns dann den Weg nach Saignelegier. Noch vor dem Dorfausgang fahren wir links in eine Nebenstrasse. Auf Schleichwegen fahren wir um Le Locle herum und erreichen nach einer kurzen abwechslungsreichen Fahrt über Juraweisen die Hauptstrasse nach La Chaux de Fonds. Die Durchfahrt durch die Stadt bietet nichts besonderes. Gleich dahinter folgen wieder weite Weiden.

Am Horizont werden die Wolken immer dunkler und bedrohlicher. Wir brechen die Fahrt ab. Wir haben keine Lust, in den Regen zu fahren und hoffen, trocken auf den Chasseral zu kommen. Wir wenden und fahren ein Stückweit zurück.

Bald weist uns das Navi wieder von der Hauptstrasse auf einen der Höhenzüge. Wieder geht es über schmale Strassen durch Wälder und Weiden. Irgendwo folgt wieder ein kurzes Stück Hauptstrasse und dann geht es links weg auf die Pass-Strasse zum Chasseral. Rasch machen wir wieder Höhe. Am Strassenrand grüssen uns alte Bausünden eines Wintersport-Resorts. Schon bald folgen die Alpweiden des Voralpen-Gipfels. Oben empfangen uns "Bovi-Stop", Schwellen und ein kühler Wind. Wir verweilen nicht lange vor dem Haus und gehen ins Hotel.

Wir übernachten hier und wollen am nächsten Tag zurück in die Ostschweiz. Der Wetterbericht verheisst nichts Gutes. Wir fahren früh los . Bis nach Grenchen folgen wir Nebenstrassen. Dann geht es auf die Autobahn. Das Wetter ist schlecht und jeden Moment erwarten wir Regen. Erst in der Gegen von Aarau erwischt es uns wirklich. Jetzt nur noch nach Hause.

 

Scheltenpass

St. Ursanne

Beim Hotel "Moulin en Plain"

Bateau Mouche auf dem Lac des Brennets
 
Kreufahr auf dem Doubs / Wasserfall

Buvetta auf dem Weg zum Waserfall

chasseral