Stelvio - Gavia - Foppa

6. Oktober

 

Es ist noch stockdunkel als ich um 5 Uhr abfahre. Auf der Autobahn erreiche ich nach 1 1/1 Stunden Langen am Arlberg. Nun geht es über die Passtrasse auf die Passhöhe. Jetzt dämmert es und ich fahre durch alle heiligen Arlberger Dörfer: St. Christoph, St. Jakob und St. Anton. Von nun an meide ich die Schnellstrasse und erreiche dennoch bald Landeck.

Nach einer weiteren halben Stunde zweigt die Strasse zum Reschen-Pass ab. Es hat nur wenig Verkehr und ich komme zügig vorwärts. Bald überquere ich die Grenze nach Italien. Hinter der Passhöhe ist ein Stausee mit dem Turm einer alten Siedlung. Sie wurde der Stromproduktion geopfert.

In der Ebene teilen sich die Wege. Einer führt ins Münstertal, einer nach Meran und mein Weg nach Trafoi und aufs Stilfserjoch. Ich komme durch das historische Städtchen Glurns und schon bald führt die Strasse ins Tal von Stilfs und bald beginnt der Anstieg. Nach über 40 Kehren ist es geschafft und ich stehe auf der Passhöhe. Es ist Zeit für eine Pause und einen Kaffee.

Der Weg hinunter nach Bormio führt über enge Kehren, viele Gallerien und einige Tunnels. IIch finde keine Tankstelle und so nehme ich den Weg zum Passo die Gavia mit fast leerem Tank unter die Räder. Der Weg ist steil, mit vielen kleinen und einigen grossen Kurven, die Strasse holprig. Auf der Höhe ist ein kleiner See. Die Beiz hat bereits geschlossen. Auf dem Weg ins Tal sind Arbeiter daran die Strasse zu flicken, breiter zum machen und auf den Winter vorzubereiten. Zum teil ist die Strasse so schmal, dass es schwierig wäre, mit einem Auto zu kreuzen. Entsprechend langsam muss ich in die Serpentinen. Im letzten Teil des Weges geht es durch Kiefernwälder. Ich suche eine Tankstelle. gem. Navi gibt es nur eine im Dorf und die ist etwas ausserhalb.

Nach dem Tanken fahre ich talabwärts Richtung Edolo. Kurz vor dem Ort geht es rechts hinauf auf den Passo die Foppa. Es geht durch schöne Wälder und zuoberst sind ein Weiler und Alpweiden.

Der Weg hinunter ins Veltlin hat über 30 Serpentinen. Er ist schmal und das Kreuzen mit anderen Motorrändern  wird schon eng. Im Tal angekommen nehme ich die Schnellstrasse nach Tirano. Im Städtchen hat es Stau! Ich folge  der Hauptstrasse und bin nach ein paar Minuten wieder auf der Strasse zum Bernina-Pass.

Das Engadin zeigt sich von seiner schönsten Seite: die Lärchen beginnen gelb zu werden, der Himmel ist meist blau und die Berge haben bereits wieder den ersten Sch nee auf den Gipfeln. Durch den Wald kurvt die Rhätische Bahn

 in rot und die Seen auf dem Berninapass leuchten blau und grün.

Auf der Schnellstrasse fahre ich von Pontresina nach Samedan, am Flugplatz vorbei und dann nach La Punt. Dort steigt beginnt die Albula-Strasse. Rasch gewinne ich an Höhe und nach zwei, drei Kehren wendet sich die Strasse vom Tal ab zur Passhöhe. Der Abstieg ist zeitweise eine Holperpiste und es schüttelt mich gehörig durch. Kurz vor Preda liegt  einer der schönsten Bündner Bergseen im Lärchenwald. An seinen Ufern wimmelt es von Touristen. An der Strasse stehen Dutzende von Autos. Dieses Paradies ist etwas sehr belebt!

Der Bahn entlang geht es weiter das Tal hinunter kurz hinter Preda sind die vielen Kehrtunnels und die Bahn kreuzt die Strasse drei oder vier Mal.

Nach einigen Minuten quere ich Bergün und dann geht es weiter der Albula nach bis Filisur und Tiefencastel. Ueber die Lenzerheide erreiche ich Chur. Das Benzin reicht nicht mehr bis ganz nach Hause und so tanke ich noch ein letztes Mal.

Der Heimweg führt mich über die Autobahn und dann hinauf nach Wildhaus und durch das Toggenburg bis nach Wil.

8 Pässe / 700 km / 10 h

 

 
Burgusio
Glurns/Glorenza
Stilfser-Joch
Passo di Gavia
Passo di Foppa
RhB bei Morteratsch
Lago Palpluonga bei Preda