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Es ist noch stockdunkel als ich um 5 Uhr abfahre. Auf der
Autobahn erreiche ich nach 1 1/1 Stunden Langen am Arlberg. Nun
geht es über die Passtrasse auf die Passhöhe. Jetzt dämmert es und ich
fahre durch alle heiligen Arlberger Dörfer: St. Christoph, St. Jakob und
St. Anton. Von nun an meide ich die Schnellstrasse und erreiche dennoch
bald Landeck.
Nach einer weiteren halben Stunde zweigt die Strasse zum
Reschen-Pass ab. Es hat nur wenig Verkehr und ich komme zügig vorwärts.
Bald überquere ich die Grenze nach Italien. Hinter der Passhöhe ist ein
Stausee mit dem Turm einer alten Siedlung. Sie wurde der Stromproduktion
geopfert.
In der Ebene teilen sich die Wege. Einer führt ins Münstertal, einer
nach Meran und mein Weg nach Trafoi und aufs Stilfserjoch. Ich komme
durch das historische Städtchen Glurns und schon bald führt die Strasse
ins Tal von Stilfs und bald beginnt der Anstieg. Nach über 40 Kehren ist
es geschafft und ich stehe auf der Passhöhe. Es ist Zeit für eine Pause
und einen Kaffee.
Der Weg hinunter nach Bormio führt über enge Kehren, viele Gallerien und
einige Tunnels. IIch finde keine Tankstelle und so nehme ich den Weg zum
Passo die Gavia mit fast leerem Tank unter die Räder. Der Weg ist steil,
mit vielen kleinen und einigen grossen Kurven, die Strasse holprig. Auf
der Höhe ist ein kleiner See. Die Beiz hat bereits geschlossen. Auf dem
Weg ins Tal sind Arbeiter daran die Strasse zu flicken, breiter zum
machen und auf den Winter vorzubereiten. Zum teil ist die Strasse so
schmal, dass es schwierig wäre, mit einem Auto zu kreuzen. Entsprechend
langsam muss ich in die Serpentinen. Im letzten Teil des Weges geht es
durch Kiefernwälder. Ich suche eine Tankstelle. gem. Navi gibt es nur
eine im Dorf und die ist etwas ausserhalb.
Nach dem Tanken fahre ich talabwärts Richtung Edolo. Kurz vor dem Ort
geht es rechts hinauf auf den Passo die Foppa. Es geht durch schöne
Wälder und zuoberst sind ein Weiler und Alpweiden.
Der Weg hinunter ins Veltlin hat über 30 Serpentinen. Er ist schmal und
das Kreuzen mit anderen Motorrändern wird schon eng. Im Tal
angekommen nehme ich die Schnellstrasse nach Tirano. Im Städtchen hat es
Stau! Ich folge der Hauptstrasse und bin nach ein paar Minuten
wieder auf der Strasse zum Bernina-Pass.
Das Engadin zeigt sich von seiner schönsten Seite: die Lärchen beginnen
gelb zu werden, der Himmel ist meist blau und die Berge haben bereits
wieder den ersten Sch nee auf den Gipfeln. Durch den Wald kurvt die
Rhätische Bahn
in rot und die Seen auf dem Berninapass leuchten blau und grün.
Auf der Schnellstrasse fahre ich von Pontresina nach Samedan, am
Flugplatz vorbei und dann nach La Punt. Dort steigt beginnt die
Albula-Strasse. Rasch gewinne ich an Höhe und nach zwei, drei Kehren
wendet sich die Strasse vom Tal ab zur Passhöhe. Der Abstieg ist
zeitweise eine Holperpiste und es schüttelt mich gehörig durch. Kurz vor
Preda liegt einer der schönsten Bündner Bergseen im Lärchenwald.
An seinen Ufern wimmelt es von Touristen. An der Strasse stehen Dutzende
von Autos. Dieses Paradies ist etwas sehr belebt!
Der Bahn entlang geht es weiter das Tal hinunter kurz hinter Preda sind
die vielen Kehrtunnels und die Bahn kreuzt die Strasse drei oder vier
Mal.
Nach einigen Minuten quere ich Bergün und dann geht es weiter der Albula
nach bis Filisur und Tiefencastel. Ueber die Lenzerheide erreiche ich
Chur. Das Benzin reicht nicht mehr bis ganz nach Hause und so tanke ich
noch ein letztes Mal.
Der Heimweg führt mich über die Autobahn und dann hinauf nach Wildhaus
und durch das Toggenburg bis nach Wil.
8 Pässe / 700 km / 10 h
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