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Es ist Samstag, ich bin schön früh
wach und will beizeiten fahren. Ich will heute in die Alpen. Die
ersten Pässe sind offen: der Klausen und der Oberalp seit einigen
Tagen, der Lukmanier war den ganzen Winter über offen und der
Gotthard geht heute um 10 Uhr auf.
Bei uns ist noch dichter Nebel. So
bald ich auf die Höhen über dem Thurtal komme, lichtet sich der
Nebel und die Sonne scheint. Aus dem Nebel grüsst der Kirchturm von
Affeltrangen. Hier noch durch die Suppe und dann grüsst ein schöner
Tag.
Ich fahre Richtung Wil und über
den Ricken nach Uznach und ins Glarnerland. In Ziegelbrücke ist wie
üblich die Schranke geschlossen und es dauert eine gute Weile, bis
die Züge durch sind und sich die Barriere wieder öffnet.
Die Berge leuchten klar im
Morgenlicht. Bis nach Linthal steigt die Strasse sanft an. Es sind
erst wenige Motorräder unterwegs. ich denke, das ändert sich im Lauf
des Tages noch. gleich hinter Linthal beginnen die ersten Kehren der
Passstrasse. Nach ein paar Kehren kommt eine grosse Baustelle und
ich muss warten.
Trotzdem komme ich bald auf den
Urnerboden. Die Strasse ist in einem schlechten Zustand und ich
hüpfe weiter den Pass hoch. Oben sind die Parkplätze der Passhöhe
mit den Autos der Tourenskifahrer belegt. Es stehen noch keine
Motorräder da. Die paar wenigen Töff-Fahrer sind unten im Hotel
eingekehrt. Ich nehme einen Kaffe zum aufwärmen. Es ist kalt au 2000
m, auch wenn es kaum mehr Schnee hat und die ersten Alpenblumen
blühen.
Es beginnt der Abstieg ins
Unternland. Die Traverse hoch über dem Schächental mach immer wieder
Eindruck. Auch die Warnungen und Blumensträusse für die
Verunglückten.
Im Talboden wende ich mich
Richtung Gotthard. Durch die Dörfer wälzt sich der samstägliche
Einkaufsverkehr. Es geht nur langsma vorwärts. Zwischen den
Ortschaften schlängelt sich die Strasse durch die Landschaft. Nach
Amsteg beginnt die Steigung. Die Strasse windet sich dem Hang
entlang und es folgt Kurve auf Kurve. Kurz vor der Schöllenen
Schlucht kommt noch ein Tunnel und dann folgen die Haarnadel-Kurven
durch die Schlucht und die grossen Gallerien, die nach Andermatt
führen.
Andermatt wird umgepflügt; die
grossen Baustellen des neuen Ferienresorts hinterlassen rieisige
Spuren. Ich lasse das Dorf links liegen und folge der Strassen nach
Hospental. Der Pass ist nun seit einer Stunde offen. Nichts deutet
darauf hin. Es hat schon viel Verkehr über den Passe. Die Strasse
ist gut ausgebaut und es macht Spass, es richtig laufen zu lassen.
Ich bin bald oben und mache eine kurze Pause. Es nieselt und es ist
kalt. Zuoberst sind noch höhe Schneewände der Strasse entlang.
Bald beginnt der Abstieg ins
Tessin. Für einmal fahre ich nicht durch die Tremola, obwohl auch
sie offen wäre. Schon bald erreiche ich Airolo. In Ambri tanke ich
und dann fahre ich auf der autbahn bis nach Biasca. Das Wetter ist
wenig einladend und ich fahre ohne Pause durch das Val Blenio zur
Passhöhe des Lukmanier. Kurz vor der Passhöhe werde ich noch
vers....Zum Glück hört es bald wieder auf und das Bünderland
empfängt mich mit Sonnenschein.
Kurz vor Disentis ist eine
eindrückliche Schlucht. Die Strasse windet sich um Kurven und durch
Tunnels durch die wilde Landschaft. Ein Wegweiser und ein Tunnel
machen mich neugierig und ich biege ab. Nach ein paar Metern
erreiche ich eine kleines Dorf, Mompé. Zuoberst im Dorf der
Wendeplatz: Sackgasse!
As wende auch ich und fahre wieder
durch den Tunnel zurück und biege nach Diesentis ab. Ich durchquere
das Dorf und bin bald auf dem Weg nach Sedrun. Die Strasse wird
erneuert und verbreitert und ein Lichtsignal zwingt mich zum
Warten. Dennoch ist bald das Dorf erreicht. Es ist Zwischensaison
und die meisten Geschäfte haben zu. Langsam habe ich Hunger. eine
offene Bäckerei würde helfen, aber eben..
Rasch geht es Richtung Passhöhe.
Hier ist das gleiche Bild. Der Pass ist offen, die Beiz zu. Es ist
halt noch früh im Jahr. So mache ich mich auf den Weg. Hinter zwei
KTM's brause ich nach Andermatt. Das zweite Mal passiere ich das
Dorf und dann durch die Schöllenen bis nach Amsteg. Nun suche ich
die Autobahn. Der folge ich bis Altdorf. Dann fahre ich über die
Axenstasse nach Schwyz.
Es gibt noch Passe! Ich will über
die Ibergeregg. Auf der schmalen Strasse sind nur wenige Autos aber
zahlreiche Velofahrer. Es folgen sich Kurve auf Kurve. Manchmal geht
es durch den Wald, dann über Weiden. Am Wegrand ist der Frühling
ausgebrochen. Überall blühen die Schlüsselblumen. Oben verweile ich
einen Moment. Richtung Norden zucken Blitze und der Donner grollt.
Ich fahre nur ein paar Meter und muss dann den Regenschutz anziehen.
Bis ich den Sihlsee erreiche regnet es ziemlich stark und ich bin
froh um gute Kleider.
Der Regen hört zwar bald wieder
auf, ich bin aber zu bequem, um die Regensachen auszuziehen. Das
Navi führt mich auf dem Heimweg über den Etzel. Die Strecke kenne
ich bisher nicht. Kurz nach Egg hat es sogar ein Fahrverbot für
Autos und die Teerstrasse weicht einer Naturstrasse. Sie ist ein
wildes Auf und Ab.
Nach ein paar Metern folgt eine
sehr schmale Brücke und dann bin ich auf der Etzelstrasse. Auf der
Passhöhe ist die Wasserscheide so schmal, dass ich ohne zu sehen,
wohin es geht über die Krete fahre. Es folgt eine wunderschöne
geschwungene Waldabfahrt nach Pfäffikon.
ich will über den Seedamm. Nur; am
Samstag-Nachmittag ist auf dem Seedamm Stau! So dauert es eine Weile
bis ich Rapperswil erreiche. So bald ich die kleine Stadt hinter mir
lasse, lässt auch der Verkehr nach. Noch ein letztes Mal Tanken und
dann geht es gemütlich auf den Heimweg.
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